Eintrag vom 01.01.2014

Arbeitsmarktpolitische Werkstattgespräche

Beschäftigungsfähigkeit und Vereinbarkeit Familie und Beruf

Beschäftigungs- und Qualifizierungsträger fördern im Rahmen ihrer Maßnahmen, Qualifizierungen und Beratungen die (Wieder-) Herstellung der Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden. Beim Versuch der Vermittlung in Erwerbsarbeit müssen wir jedoch häufig feststellen, dass die Teilnehmenden geringe Beschäftigungschancen u. a. aufgrund der wenigen Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben. Eine große Anzahl von ihnen hat Kinder und einen Bedarf an öffentlich geförderten und flexiblen Betreuungsmöglichkeiten. Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern bietet Berlin hier bereits ein großes Spektrum an. Jedoch ist zu konstatieren, dass diese Betreuungsmöglichkeiten nicht den Bedarf der Zielgruppe decken. Die Zielgruppe nimmt vornehmlich eine Erwerbstätigkeit in den Branchen Handel, Pflege und Gewerbe auf, wo die Arbeitszeiten ein hohes Maß an Flexibilität (z.B. Schichtarbeit, verlängerte Ladenöffnungszeiten) erfordern. Zudem sind die Löhne in diesen Branchen so gering, dass eine private und eigen finanzierte Unterbringung der Kinder durch die Eltern nicht erbracht werden kann. Da die dauerhafte Versorgung der Kinder aus den oben genannten Gründen nicht gesichert ist, ist eine Vermittlung der Teilnehmenden oft nicht möglich.

Diese Problematik haben wir im Rahmen eines arbeitsmarktpolitischen Werkstattgespräch anlässlich des Aktionstages der Lokalen Bündnisse für Familien zur Vereinbarkeit Familie und Beruf am 15. Mai 2007 diskutiert und Ansatzpunkte und Möglichkeiten einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die genannte Zielgruppe entwickelt.

Es diskutierten:

Frau Karin Ebert, Goldnetz gGmbH
Frau Dr. Helga Adler, Geschäftsführerin des Frauenzentrums Paula Panke e.V.
Frau Ulrike Winkelmann, Journalistin, die tageszeitung
Herr Uwe Mommert, Vorstand der Landau Media AG
Frau Edeltraud Haupt, Mutter von 8 Kindern
Frau Roseira Schlossmacher, Mutter von 2 Kindern

Moderation: Herr Albert Eckert, PR- und Politik-Berater

Nach der Plenumsdiskussion hatten alle Gäste bei einem kleinen Imbiss die Gelegenheit für weitere Fachgespräche.

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